(Finanzielle) Hilfsmaßnahmen für Unternehmen

Bestätigung für Krisen-relevante Unternehmen im Bereich Medizintechnik & Gesundheit

Sie benötigen eine offizielle Bestätigung der Einstufung Ihres Unternehmens als krisenrelevantes Unternehmen? Bitte beachten Sie die folgenden Informationen.
Gern können Sie sich auch für weitere Informationen mit medways e.V. in Verbindung setzen: info@medways.eu

Voraussetzungen in Kürze:

  • Sie sind in den Bereichen Gesundheit, Medizintechnik, Diagnostik etc. tätig,
  • Ihre Produktion läuft auf Hochtouren aber allmählich werden Komponenten und Zulieferteile knapp,
  • Sie wünschen sich ein Schreiben des Landes (Wirtschaftsministerium) über Ihre Einstufung als krisenrelevantes Unternehmen,um bei Ihren Lieferanten als besonders wichtig eingestuft und bevorzugt beliefert zu werden.

Vorgehen:

  • ein offizielles Schreiben über eine Einstufung Ihres Unternehmens als „krisenrelevantes Unternehmen“ zur Aufrechterhaltung ihrer Lieferketten und Produktionsprozesse können Sie auf persönliche Nachfrage beim Thüringer Wirtschaftsministerium (Herr Thomas Müller, Referat 22 Digitales, Industrie und Cluster) beantragen
  • als krisenrelevant können Unternehmen und Einrichtungen betrachtet werden, die zur Aufrechterhaltung des staatlichen Gemeinwesens notwendig sind und bei denen es wichtig ist, dass sie weiterarbeiten und die Versorgung der Menschen sicherstellen. Eine rechtliche Regelung findet sich dazu in der Verordnung zur Bestimmung Kritischer Infrastrukturen nach dem BSI-Gesetz (BSI-KRITIS-Verordnung) vom 22.04.2016
  • eine Ausstellung der benötigten (nicht rechtsverbindlichen) Bescheinigung erfolgt auf Basis eines formlosen und begründeten Antrag des Unternehmens nach Einzelfallprüfung

Steuerzahlungen und Sozialversicherung

Steuerstundung
Gewerbesteuerstundung – Zuständigkeit: Gemeinde. Info: BMF/BMWi
Anpassung Steuervorauszahlungen – Zuständigkeit: Finanzamt/Gemeinde. Info: BMF
Umsatzsteuer-Stundung – Zuständigkeit: Finanzamt. Info: BZSt
Aussetzung Vollstreckungsmaßnahmen bis 31.12.2020 Zuständigkeit: Finanzamt. Info: BMF
Stundung Sozialversicherungsbeiträge in Härtefällen – Zuständigkeit: Rentenversicherung. Info: DRV


Fristen

Verlängerung der Abgabgefristen für Steuererklärungen – Zuständigkeit & Info: Thür. Finanzministerium
Verlängerung Insolvenzantragspflicht auf den 30.09.2020


Finanzielle Hilfen

Kurzarbeitergeld
Selbstständige: Infektionsschutzgesetz Verdienstausfall, bei Existenzgefährdung Kostenersatz
Arbeitnehmer: Infektionsschutzgesetz Verdienstausfall
Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung
Corona-Soforthilfeprogramm der Thüringer-Aufbaubank

Achtung: Warnung vor gefälschten Mails zur Corona-Soforthilfe

Die Thüringer Aufbaubank warnt vor gefälschten E-Mails zur Corona-Soforthilfe. Diese stammen von der Mail-Adresse „corona-zuschuss@aufbaubank.de.com“ mit dem Betreff „Corona Zuschuss – Bestätigung und Belehrung“. Die Mails werden unaufgefordert an Unternehmen und Privatpersonen versandt.

In diesen werden Thüringerinnen und Thüringer dazu aufgefordert, konkrete Angaben zum Unternehmen, Firmeninhaber und zur Höhe der Corona-Soforthilfe zu machen, um das Dokument dem Finanzamt vorzulegen. Sollte man feststellen, dass der Zuschuss zu hoch ausgefallen ist, könne man das Geld zurücküberweisen.

Die Thüringer Aufbaubank weist ausdrücklich darauf hin, nicht der Absender dieser Nachricht zu sein, und warnt vehement davor, auf diese E-Mail zu antworten und Informationen preiszugeben.

Corona-Soforthilfe Programm

Der Bund stellt 50 Milliarden Euro Soforthilfen bereit. Dieses Soforthilfeprogramm beinhaltet finanzielle Soforthilfen (steuerbare Zuschüsse) für Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständige und Angehörige der freien Berufe mit bis zu 10 Beschäftigten. Die Höhe der Soforthilfen beziffert sich wie folgt:

  • Bis zu 5 Beschäftigte: max. 9.000 Euro
  • Bis zu 10 Beschäftigte: max. 15.000 Euro

Die Soforthilfen des Bundes gelten auch für Landwirte und Betriebe mit landwirtschaftlicher Produktion mit bis zu 10 Beschäftigten.

Für Unternehmen ab 11 Beschäftigten greift dann das Thüringer Programm:

  • Bis zu 25 Beschäftigte: max. 20.000 Euro
  • Bis zu 50 Beschäftigte: max. 30.000 Euro

Die Beantragung erfolgt online über die Website der TAB.
Extra Informationen finden Sie auch hier: Corona-Soforthilfe-Seite der TAB.

Hier wird erklärt, wie Sie den Antrag korrekt stellen. Anträge sind bis spätestens 31. Mai 2020 einzureichen.

Bundesförderung von Produktionsanlagen
von persönlicher Schutzausrüstung und dem Patientenschutz
dienender Medizinprodukte sowie deren Vorprodukte


Seit dem 1. Mai unterstützt das BMWi die Produktion von Vliesstoffen, die für zertifizierte Masken gebraucht werden. Die Förderung beträgt 30 Prozent der Investitionen in Anlagen zur Produktion von Filtervlies und ist auf maximal 10 Millionen Euro je Unternehmen begrenzt. Auch rückwirkend können Investitionen, die seit dem 28. Februar 2020 getätigt werden, gefördert werden. Die Frist für die Antragstellung endet am 30. Juni 2020.

Hintergrund: Der Arbeitsstab Produktion des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) wurde beauftragt, den zeitnahen Aufbau nationaler und europäischer Wertschöpfungsketten für Schutzausrüstungen, Testausstattungen und Wirkstoffe zu unterstützen. Das BMWi geht davon aus, dass sich der Weltmarkt für Schutzmasken nach der Pandemie zwar wieder abkühlen wird, aber langfristig deutlich über dem Niveau vor der Corona-Krise liegen wird. Daher ergeben sich Potenziale für innovative Produktionsverfahren deutscher Unternehmen.

Förderziel: Stärkung der Produktion in Deutschland von persönlicher Schutzausrüstung und dem Patientenschutz dienender Medizinprodukte sowie deren Vorprodukte. Bis Ende 2021 sollen auf diesem Weg Produktionskapazitäten aufgebaut werden, um die jährlich produzierte Menge von Filtervlies um 4000 Tonnen zu erhöhen und somit bis zu 5 Milliarden medizinische Gesichtsmasken und Atemschutzmasken jährlich produzieren zu können. Das erste von mindestens drei Fördermodulen konzentriert sich auf die Herstellung von Filtervlies, das als Vorprodukt für die Herstellung von Atemschutz- und medizinischen Gesichtsmasken dient. (Zwei weitere Ausschreibungen für Maschinen zur Maskenkonfektionierung folgen voraussichtlich Ende Mai.)

Gegenstand der Förderung: Gefördert werden Investitionen in Anlagen zur Produktion von Filtervlies, das im Meltblown-Verfahren hergestellt wird und die Qualitätsanforderungen als Vorprodukt für eines der nachfolgend aufgeführten Produkte erfüllt: FFP2-Masken, FFP3-Masken, medizinische Gesichtsmasken. Förderfähig sind Investitionen, die seit dem 28. Februar 2020 getätigt wurden. Nicht gefördert werden Umrüstungen bestehender Anlagen.

Zuwendungsempfänger: Unternehmen mit einer Betriebsstätte in Deutschland. Unternehmen, die sich am 31. Dezember 2019 gemäß Artikel 2 Absatz 18 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung bereits in Schwierigkeiten befanden, dürfen keine Fördergelder erhalten.

Fördervoraussetzungen:

  • Produktion mit der geförderten Anlage muss bis zum 31. März 2021 starten.
  • Das hergestellte Vlies darf bis Ende 2023 ausschließlich an Unternehmen verkauft werden, die ihrerseits mit dem Vlies als Vorprodukt medizinische Schutzmasken in Deutschland oder innerhalb der EU produzieren.
  • Ein Verkauf auf dem internationalen Markt darf nur dann beim BAFA beantragt werden, wenn eine vollständige Veräußerung dieses Vlieses in Deutschland oder der EU nachweislich nicht möglich ist.
  • Hersteller müssen förderfähige Kosten belegen sowie Expertise und Erfahrung zur notwendigen zügigen Umsetzung mitbringen und nachweisen.

Die Förderrichtlinie sowie nähere Informationen zu den zwei weiteren Förderausschreibungen für Maschinen zur Maskenkonfektionierung, die gegen Ende Mai zu erwarten sind, finden Sie im Flyer.



Entschädigungen nach § 65 Infektionsschutzgesetz

Es ist in der Rechtssprechung bislang umstritten, ob ein Unternehmen, das aufgrund behördlicher Anordnung schließen musste, rechtlichen Anspruch auf Entschädigung nach § 65 IfSG hat.

Die IHK Südthüringen geht davon aus, dass auch Betriebsschließungen schadensersatzpflichtig sind.

Wir empfehlen betroffenen Unternehmen, einen formlosen Antrag nach unserem Musterformular zu stellen und diesen beim Landesverwaltungsamt einzureichen. Eine Frist zur Antragstellung gibt es nicht.

Für mehr Informationen, besuchen Sie bitte die Internetseite


Liquiditätshilfen

Überblick Corona-Fördermittelhilfsprogramme der KfW Förderbank
Statement zur Maßnahmenpaket der BMF & BMWi


Förderungen für Beratungsdienstleistungen

100 %-RKW-Förderung für KMU

Die an medways e.V. angeschlossene Servicegesellschaft medConform GmbH ist ein langjähriger, zertifizierter RKW-Berater. Um die Unternehmen, insbesondere die KMU, bei der Bewältigung der durch die Corona-Krise entstandenen Schieflage zu unterstützen, ermöglicht der Bund eine (einmalige) zu 100 % geförderte Corona-Krisenkurzzeitberatung für KMU mit dem RKW Thüringen.

Wichtig: Derzeit stehen die Gelder für die Corona-Krisenkurzzeitberatung mit 100 % Förderung noch nicht zur Verfügung. In dringenden Fällen weichen Sie bitte auf die anderen RKW-Förderrichtinien aus.

Themenschwerpunkte sind dabei die Sicherung der Liquidität, die Erschließung neuer Geschäftsfelder, die Entwicklung angepasster Vertriebsstrategien, die Umstellung von Organisation und Abläufen und vieles mehr.

Zum RKW Thüringen: Das RKW Thüringen steht Ihnen mit über 30 Jahren Erfahrung in der Beratung von KMU als Partner zur Seite und unterstützt beim kompletten Management des Förderprozesses, sodass Sie und wir uns auf eine schnelle Hilfe der Unternehmen konzentrieren können.

Folgende Konditionen sind vorgesehen:

  • Zielgruppe sind KMU, die unter wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund des Coronavirus leiden
  • Der maximale Förderbetrag liegt bei 4.000 Euro netto, diese werden zu 100 % gefördert.
  • Die KMU zahlen lediglich die USt. (760 Euro im Maximalfall), diese ist nicht förderfähig.
  • Pauschale Bearbeitungsgebühr des RKW Thüringen liegt bei 800 Euro.
  • Das Risiko einer Auszahlungsverzögerung der Förderung wird durch das RKW Thüringen für Berater vorfinanziert.


Anschlussberatungen über die Thüringer Beratungsrichtlinie sind zu den bisherigen Konditionen möglich. Bspw. im Rahmen einer Prozessbegleitung zur Umsetzung der erarbeiteten Handlungsempfehlungen.

Eine Übersicht der Förderkonditionen finden Sie unter:
https://www.rkw-thueringen.de/leistung/foerdermoeglichkeiten/corona-krisenberatung/

Kontaktieren Sie medConform:
03641/8761040 oder info@medConform.net



Fördermanagement mit 100% Förderung für KMU: Ellipsis GmbH

Der Bund ermöglicht ab sofort eine (einmalige) zu 100 % geförderte Corona-Krisenkurzzeitberatung für KMU mit der Ellipsis GmbH.

Die Ellipsis Gesellschaft für Unternehmensentwicklung mbH ist für das Fördermanagement der geförderten Beratungsprojekte beim BAFA registriert und zugelassen!

Folgende Konditionen sind vorgesehen:

  • Zielgruppe sind KMU, die unter wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund des Coronavirus leiden
  • Bundesweite Föderung für KMUs
  • Der maximale Förderbetrag liegt bei 4.000 Euro netto, diese werden zu 100 % gefördert.
  • Die KMU zahlen lediglich die USt. (760 Euro im Maximalfall), diese ist nicht förderfähig.
  • Pauschale Bearbeitungsgebühr der Ellipsis GmbH liegt bei 500 Euro.

Zur Ellipsis:

Ellipsis ist seit 2004 in Sachsen und seit 2009 in Thüringen tätig. Als Qualitätssicherer sind wir vom SMWA, dem TMWWDG (ehem. TMWAT) und der GFAW in dieser Funktion für geförderte Beratungsprojekte bestätigt. Des Weiteren sind die Themen rund um Weiterbildung für Unternehmen sowie für Berater (Ellipsis CAMPUS), Unternehmensnachfolge und Existenzgründungen für Angehörige der Freien Berufe wichtige Bestandteile unserer Kernkompetenzen.

Mehr Informationen zur Ellipsis finden Sie unter https://www.ellipsis.de/

Sie brauchen Unterstützung – gerade jetzt in der Krise?

Dann kontaktieren Sie uns – gerne im vorab per E-Mail – folgende Ansprechpartner stehen Ihnen zur Verfügung:


BAFA Unternehmensberatung

100 % (Netto) Förderung für Corona-Krisenberatung

Hilfestellung zu folgenden Themen:

• Sicherung der Liquidität

• Sicherung von Arbeitsplätzen

• Erschließung neuer Geschäftsfelder

• Entwicklung angepasster Vertriebsstrategien

• Umstellung von Organisation und Abläufen

•…und vieles mehr

Hinweis:

Am 3. April 2020 ist eine modifizierte Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows für Corona-betroffene Unternehmen in Kraft getreten. Die Ergänzungen zur bestehenden Richtlinie finden Sie im Bundesanzeiger unter Fundstelle BAnz AT 02.04.2020 B5

Ab sofort können Sie einen Antrag für Beratungen, die bis zu einem Beratungswert von 4.000,00 Euro für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler ohne Eigenanteil gefördert werden, beim BAFA stellen.

https://www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Beratung_Finanzierung/Unternehmensberatung/unternehmensberatung_node.html
https://www.rkw-thueringen.de/leistung/foerdermoeglichkeiten/corona-krisenberatung/